Read Das bessere Leben by Ulrich Peltzer Online

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Die Utopien eines besseren Lebens sind in Terror umgeschlagen Die Revolution re des 20 Jahrhunderts leben heute in einer radikal kapitalistischen Welt Jochen Brockmann ist erfolgreicher Sales Manager, doch er verstrickt sich in ein abst rzendes System Sylvester Lee Fleming ist ein skrupelloser Gesch ftemacher, Investor und Risikoberater, vielleicht der Teufel pers nlich Ihre Wege kreuzen sich Ist das Zufall oder Plan Wer oder was h lt unsere undurchschaubare Welt zusammen Tr ume, Geldstr me, Gott oder der Teufel...

Title : Das bessere Leben
Author :
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ISBN : B010NO8FMW
ISBN13 : -
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : Argon Verlag
Number of Pages : 362 Pages
File Size : 795 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Das bessere Leben Reviews

  • walli
    2019-04-03 12:32

    In einer kapitalistischen Welt laufen die Geschäfte auch nicht immer rund. In einer solchen Welt können die wirtschaftlichen Grundlagen von Einzelpersonen mal ins Wanken geraten. Möglicherweise gibt es dann Hilfsangebote von anderen, doch ist es ratsam diese anzunehmen? Vielleicht geht es genau um diese Frage bei der Begegnung von Jochen Brockmann mit Sylvester Lee Fleming. Lee steht für den amerikanischen General - nicht dass es zu Verwechslungen kommt.Was macht ein gutes Buch aus? Mit Freude und Erwartung begibt man sich an die Lektüre dieses hochdekorierten und hochgelobten Autors. Schließlich hat man gerade unter den Preisverdächtigen schon häufiger besonders herausragende Werke gefunden, die interessante Themen in fesselnden Worten bearbeitet haben. Die vielleicht einen anderen Blickwinkel dargestellt haben oder ein Thema besser erklärten als es ein trockenes Sachbuch vermöchte. Dann meint man, seinen Horizont erweitert zu haben und dabei noch etwas gelernt zu haben. Wenn dann das Ganze noch in eine packende Story gekleidet ist, was will man mehr. Manchmal ist es jedoch leider so, dass gerade wenn die Kritik mit Lob überschüttet, der einfache Leser etwas ratlos wird. Was ist denn dann das Thema eines Buches? Wo ist denn die berauschende Sprache? Wieso hat man über Seiten die Absätze vergessen? Wo ist die Geschichte, die interessieren könnte? Bestimmt hat sich der Autor viele Gedanken gemacht, lange an seinen Sätzen gefeilt und mit reinem Gewissen die Ansicht vertreten, dass dieses das Beste ist, mit genau den Worten ausgedrückt, die er gewählt hat und auch wählen wollte. Doch leider hilft auch die herausragendste Besprechung der Feuilletons nicht, wenn eine Geschichte am Leser vorbeigeht. Die besten Bücher sollten doch die sein, die sowohl Kritiker als auch Leser begeistern. Zwar kann man vielleicht sagen, wenn das nicht klappt, ist einfach der Leser zu dumm. Was aber, wenn dieser sich durchaus durch so manche Klassiker oder Werke von Nobelpreisträgern mit Begeisterung gelesen hat und gerade hier entnervt anfängt quer zu lesen? Eine abschließende Entscheidung kann von einem Einzelnen sicher nicht getroffen werden. Dieser Einzelne muss hier aber sagen, für mich war es nichts.

  • A. Zanker
    2019-03-21 12:48

    Was soll man nur über ein Buch schreiben, das zwar gut und süffig geschrieben ist, aber im Grunde weder eine Botschaft noch einen wirklichen roten Faden vorzuweisen hat? Wir sind hier überall und nirgends. Was hören wir da in der Filmbeschreibung auf der homepage des deutschen Buchpreises: "Den roten Faden weben wir uns selbst?" Die FAZ schreibt: "Eine Literatur des Risikos, deren Wasserstandsmeldungen Spielräume der Aufklärung markieren. Der Roman wird seinem kühnen Anspruch gerecht." Und Die Süddeutsche schreibt:"...ästhetisch konsequent, aber intellektuell unbefriedigend." (Oder: "Jüngere Leser dürften ohne heftigen Wikipedia-Einsatz die Lektüre schwerlich bewältigen." Erstaunlich ist auch, wie dieses Buch unter den Kritikern der SWR-Bestenliste mit immerhin 130 Punkten (!) abräumte. Also ein Buch für Kritiker und Feuilletonisten? Nichts für den Mainstream oder Spiegelliste? Kein Bestseller?Peltzer hat einen Roman über die Weltwirtschaft geschrieben, auch wenn es hier uferlos wird und wir uns regelrecht verlieren können. Doch sind es die vielen Wortspielereien und Wortexperimente die mir gefallen haben. Ausdrücke oder Redewendungen die ich hier in der Schweiz schon jahrelang nicht mehr gehört habe - einfach köstlich. Wer hier einen Halt in Plot oder roten Faden sucht, wird aus dem Gleichgewicht gebracht, ob das wohl vom Autor so gedacht ist? Und sind Bücher schlecht, weil sie anspruchsvoll geschrieben sind? Was die Handlung angeht, geht man vermutlich eher verwirrt und unbefriedigt aus diesem Buch. Und doch habe ich die Sprache genossen, die mir hier aufgetischt wird. Sprachlich hat mich Ulrich Peltzer durchaus erreicht - vielleicht lese ich noch etwas anderes von diesem Autor. Anspruchsvolle Bücher bürgen das Risiko, dass so manchen Leser enttäuschen. Oder ein immenses Durchhaltevermögen verlangen. Und nur dann kann so etwas wie eine Lesefreude oder eine Art Lesebelohnung winken. Trotz der schwierigen Lektüre, konnte ich dieses Buch trotzdem gerne lesen. Anspruchsvoll gut - wenn auch nicht immer plausibel und zusammenführend auf einen Punkt gebracht, der für alle einen Sinn machen würde.