Read Der Alltägliche Kampf: Gesamtausgabe by Manu Larcenet Online

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Marco, ein junger Fotograf, zieht aus einer Schaffenskrise heraus aufs Land, um dort seinem Leben einen neuen Sinn zu geben Am Ende seiner Suche nach dem eigenen Platz in unserer Welt steht die Erkenntnis, dass die Menschen sich ver ndern, und dass man manchmal eine Wahl hat Und so stellt sich Marco den Herausforderungen seiner Kunst, seiner Familie und der Liebe.F r seine melancholische Kom die sch pft Manu Larcenet direkt aus dem Leben und erz hlt auf ehrliche, sehr menschliche Weise ber den Mut zur Selbstbestimmung, ber die Liebe und die Konflikte unserer Zeit....

Title : Der Alltägliche Kampf: Gesamtausgabe
Author :
Rating :
ISBN : 3941099264
ISBN13 : 978-3941099265
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Reprodukt Auflage 3., 1 September 2011
Number of Pages : 298 Pages
File Size : 777 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Der Alltägliche Kampf: Gesamtausgabe Reviews

  • Sarah Foster
    2019-02-04 15:54

    wunderschönes Comic mit Tiefgang der einem Hoffnung gibt.Kann ich nur weiterempfehlen !Ich hatte viel Freude damit und ich hoffe Andere auch

  • R.A.W.
    2019-02-01 13:00

    Was Ralf König empfiehlt, kann so schlecht nicht sein. Das hat nix mehr mit den Bilderheftchen von früher zu tun, das ist ganz große Comic-Kunst!

  • Cyransa
    2019-02-08 16:10

    Einer meiner Lieblingscomics. Mit Tiefgang und Alltäglichkeiten liest es sich nicht nur gut, sondern bleibt auch nachhaltig im Kopf. Schöner Zeichenstil des Autors.

  • JanP
    2019-02-08 15:56

    Comics haftet in den Augen vieler etwas sehr infantiles an. Sie sind bunt, ihre Figuren sind oft in ihren Merkmalen überzeichnet, haben etwas dicke Nasen oder große Augen und die literarische Qualität des Mediums gilt manchen als zweifelhaft.In meinen Augen beweist "Der Alltägliche Kampf" das Gegenteil. Es ist grade das infantile, das unbeschwerte, was es Manu Larcenet erlaubt, seine Inhalte so zu transportieren, dass sie sich gut verdauen lassen. Es geht um Tod, Liebe, Verantwortung, Schuld und das Schicksal des Einzelnen vor den großen Wandlungen der Gesellschaft. Bereits nach wenigen Seiten hatte ich die Hauptfigur liebgewonnen und ihre Entwicklung mit Spannung verfolgt.Der Comic ist vielschichtig, lustig, rührend - und gut beobachtet. Glatte fünf Sterne!

  • Lord Jickledy
    2019-01-28 16:12

    Das Buch „Der alltägliche Kampf“ erschien im Herbst 2011 in deutscher Übersetzung von Barbara Hartmann und Kai Wilksen, Handlettering von Dirk Rehm und Farben wie im Original von Patrice Larcenet, beim Berliner Verlag Reprodukt. Diese Ausgabe basiert auf dem französischen Sammelband „Le Combat ordinaire - Intégrale“, der 2010 bei Dargaud in Paris erschienen ist. Enthalten sind die Einzelbände „Le Combat ordinaire“ (2003, dt. "Der alltägliche Kampf“ 2004), „Les Quantités négligeables“ (2004, dt. „Belanglosigkeit“ 2005), "Ce qui est précieux" (2006, dt. "Kostbarkeiten" 2006) und Planter des clous (2008, "Gewissheiten" 2008).Im Sammelband wurde auf die Titel und die Umschlagbilder der Einzelbände verzichtet, stattdessen werden die einzelnen Abschnitte als Kapitel bezeichnet. So wird der Zusammenhang der vier eng verbundenen Abschnitte betont.Die Gesamtausgabe hat 252 Seiten und ist in recht stabiler Klappenbroschur gebunden. Biegt man die Seiten allerdings beim Lesen allzuweit auf (was man eigentlich ja eh nicht machen sollte), wird wohl relativ schnell der Buchrücken brechen und ein unschönes Klaffen entstehen. Der Sammelband hat die Maße 19 mal 25,5 Zentimeter und ist damit etwas kleiner als die vier jeweils 64 Seiten starken Einzelbände, die als Softbroschur mit den Maßen 23,5 mal 31 Zentimeter erschienen sind. Meinem Lesegenuss tat die Formatverkleinerung allerdings keinen Abbruch, da die Seiten und die einzelnen Panels immer noch lesefreundlich groß sind. Erwähnt werden muss das kleinere Format natürlich dennoch. Puristen werden wohl die Einzelbände bevorzugen."Man kann nicht meckern: Wenn das Leben nicht gerade furchtbar ist, ist es herrlich!" (S. 152)Dieser Comicband ist ein wirkliches Kleinod über den Alltag eines ganz normalen jungen Mannes, über die Gedanken, die er sich macht und über die Dinge, die er verdrängen will. Ein Mann, der unter plötzlichen Angstattacken leidet, der sich nicht leicht bindet und seine Freiheit schätzt (unter anderem nächtelang Playstation zocken), der ein starkes soziales Gewissen hat und einen erfüllenden künstlerischen Beruf, der ihn aber mehr schlecht als recht ernährt, der ein ambivalentes Verhältnis zu seinen Eltern hat und Angst vor Veränderungen, die gegenwärtigen Zustände aber im Grunde ebenfalls nur kritisch beäugt. Einer von uns also!Wer denkt, über den Typus des „Großen Kindes“, also eines Mannes, der nicht erwachsen werden will, schon hinreichend informiert zu sein, da er in aller spöttischer Deutlichkeit schon viel zu oft in Büchern und Filmen vorgeführt worden ist, wird hier neue Seiten über Kindsköpfe und wie sie erwachsen werden, wie sie sich mit der Wirklichkeit arrangieren und in welchen Punkten sie sich eben gerade nicht arrangieren, kennenlernen können. Und vorgeführt wird hier keine einzige Figur! Mit einer außerordentlichen Tiefgründigkeit werden hier lebensechte Charaktere ins Rennen geschickt, mit denen man mitfühlen kann und von denen man vor allem auch jeden Schritt nachvollziehen kann. Figuren, die entweder offene Türen einrennen oder mit dem Kopf gegen die Wand. Danach lachen sie sich kaputt und dem Schrecken ins Gesicht. Ein alltäglicher Kampf, immer wieder aufzustehen.Lässt man sich anfangs von der witzig wirkenden Figurenzeichnung (was hier, da Comic, bitte wörtlich gemeint ist - große Nasen, Kindchenschema, usw.) vielleicht in die Irre führen, entblättern sich sehr bald still und heimlich hinter dieser reinen Äußerlichkeit menschliche Sehnsüchte, Schwächen, Albernheiten und Abgründe, die absolut treffsicher eingefangen werden und dadurch unmittelbar nachempfindbar sind. Figuren wie parasoziale Freunde mit Eigenschaften und Marotten, unter denen man ebenfalls leidet. Man kennt einander. Verborgen in der kindlichen Niedlichkeit steckt so viel Wahrheit, dass es wehtun kann. Ein trojanisches Pferd.In leuchtenden Farben, flächig, mit klaren Konturen, weichen Bewegungen und ohne größere Experimente bezüglich Seitenaufteilung oder Panelgröße erzählt, variiert Larcenet mit leichter Hand das Tempo der Handlung und lässt Raum für etliche schöne Ruhepausen, also Abschnitte, in denen geschwiegen, resigniert und gehofft wird. Die Geschichte rollt vor dem Leser ab und spinnt ihn ein, nicht immer wissend, wohin die Reise geht, mal mehr in Bereiche persönlicher Defizite, mal mehr zur eigenen Familie der Vergangenheit, mal mehr in die moderne Arbeitswelt mit ihren sozialen Problemen und dann wieder direkt rein ins kalte Wasser: in die Bereiche Liebe, Zweisamkeit und Elternschaft. Und zwischendurch immer wieder Paukenschläge und Momente, in denen man schlucken muss.Eine sehr menschliche und engagierte Geschichte, voller Melancholie, Überschwang und liebevoll gezeichneter Schwäche, dabei keine Krankheitsgeschichte, wie man es anfangs vielleicht noch denken mochte bei all den Therapietreffen der Hauptfigur Marco und seinen Angstattacken, die er durch ständige Medikamentengabe bekämpft. Eher eine Geschichte über das Kranken an der Gesellschaft und an sich selbst, auch über die Annäherung an die eigenen Eltern, das Sich-öffnen für Zwischenmenschliches mit all der nötigen Verlässlichkeit und Ernsthaftigkeit sowie über den Schritt ins Erwachsenenleben, wenn man selbst ein Kind bekommt. Eine Geschichte voll Hoffnung und Normalität. Dass Dinge auch mal gut enden, wird nicht als Erfolgsgeschichte verkauft, sondern passiert einfach auch mal dann und wann. Menschen, die nicht alles perfekt hinbekommen, aber wissen, in welchen Punkten sie standhaft bleiben, welche Träume sie sich bewahren müssen, welche Gesellschaft sie ablehnen und vor allem: die wissen, was sie wollen und können.Auch wenn es nach ausgelutschtem Verkaufsargument und Verlagswerbung klingt: Wer gegenwärtige Literatur über die großen Themen Liebe, Tod, die Beziehung zu den eigenen Eltern und Verantwortung - im Privaten und in der Gesellschaft – schätzt und sich dieses Jahr nur ein Buch kaufen will, sollte Manu Larcenets „Der alltägliche Kampf“ unbedingt in Betracht ziehen. Ich bin berührt, ertappt und begeistert.

  • breedstorm (Comic-Cookies Podcast)
    2019-02-13 09:57

    Der alltägliche KampfDer junge Franzose Marco hat die Nase voll. Sein Job als Fotograf macht ihm keine Freude mehr. Er hat genug von zerstörten Gebäuden, von schreienden Verletzten und getöteten Kämpfern, die er für Nachrichtenmagazine fotografiert hat.Dazu kommt noch seine Krankheit. Marco leidet unter einer Angstneurose, d.h. er bekommt urplötzlich Panikattacken, die er nur mit Psychopharmaka bekämpfen kann. Auch seine jahrelangen Sitzungen beim Psychologen haben ihm da nicht viel geholfen.So beschließt er, seinem Leben eine neue Ausrichtung zu geben, und zieht aufs Land. In der Einöde will er fortan leben, zusammen nur mit seiner schwarzen Katze, die er „Adolf“ genannt hat, weil sie so ein fieses Miststück ist.Bei Spaziergängen in der Natur lernt er seine Nachbarn kennen. Zum einen ist da ein unfreundlicher Jäger, der es nicht leiden kann, wenn man über sein Land spaziert, zum anderen ist da ein netter älterer Herr, der sich gut in der Natur auskennt, und mit dem er lange Gespräche führen kann.Als seine Katze verletzt wird, verschlägt es Marco wieder in die Stadt. Die Tierärztin, die die Verletzung behandelt, gefällt Marco auf Anhieb, aber noch kann er nicht wissen, daß dies die Mutter seiner Tochter werden wird.Mehr und mehr öffnet sich Marco wieder der Welt, und besucht seine Eltern und seinen Bruder wieder. Obwohl sein Vater schon in Rente ist, hat die Familie einen großen Bezug zu der Werft, in der sein Vater gearbeitet hat. Die Arbeiter, die aus allen Ländern Europas stammten, waren wie eine große Familie, und obwohl Marco sein ganzes Leben lang Angst hatte hier mit einem Schweißgerät in der Hand zu enden, trifft er die alten Kollegen seines Vaters gern wieder.Dabei kommt ihm eine Idee. Er will eine Bildserie machen – mit den Gesichtern dieser ehrlichen, arbeitenden Menschen...Fazit:„Der alltägliche Kampf“ erschien zunächst in 4 Einzelalben, und wurde für diesen Sammelband als Klappbroschur zusammengefaßt. Die leichte Verkleinerung der Zeichnungen schadet nicht, und durch die durchgängige Geschichte ist der Lesefluß optimiert.Autor und Zeichner Manu Larcenet hat in Deutschland zusammen mit Joann Sfar und Lewis Trondheim weitere Werke veröffentlicht, z.B. die „Donjon Parade“ oder „Kosmonauten der Zukunft“. Seinem Zeichenstil ist er dabei treu geblieben. Seine Figuren sind in diesem Band cartoonig mit Knollnasen, aber die Umgebung und erst recht die Handlung sind sehr realistisch gehalten, so daß man den Eindruck hat, daß auch viele persönliche Erlebnisse des Künstlers mit in die Handlung eingeflossen sind.Zu Anfang hatte ich die Sorge, daß die Neurose die Geschichte dominieren würde, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Die Hauptfigur lebt mit der Krankheit, aber es sind die zwischenmenschlichen Dinge, die die Geschichte kennzeichnen. Die Handlung ist herzbewegend und sehr liebevoll erzählt, die Figuren so ausgezeichnet charakterisiert, daß man das Gefühl hat, eine Autobiographie zu lesen. Die Beziehung zu den Eltern, dabei der schwierige Umgang mit dem Vater und die immer noch jungenhaften, unbeschwerten Treffen mit dem Bruder, oder im späteren Verlauf die Liebe zu der Tochter wirken mehr als real. Fabelhaft!Wem Graphic Novels mit Herz wie „Blankets“ gefallen haben, kann hier bedenkenlos zugreifen. Eine wundervolle Welt erwartet den Leser, und wird ihn in ihren Bann ziehen. Versprochen!(project:equinoX)